Donnerstag, 3. November 2011

Endlich im Königspalast

Heute ist es mir doch tatsächlich gelungen in den Königspalast zu kommen. :-)
Kleidervorschriften
Nachdem ich alles richtig gemacht habe mit meiner Kleidung, durfte ich hinein. Kein Wasser war Weg oder sonst irgendwas. Dafür erkenne ich die Busstrecke jetzt im Schlaf. 
Zahle meine 400 Baht (10€) Eintritt und zum ersten Mal sehr froh, daß aufgrund des Hochwassers die Touristenzahlen deutlich zurück gegangen sind und man sich dadurch im Tempel (Wat Phra Kheo) frei bewegegen kann. 
War schon 2 Mal dort und jedesmal war es brechend voll. 
der goldene Chedi Thailands, schlechthin
Tempelwächter
Phra Mondop
Heute ist es ganz ruhig. Zum Glück. Schlendere 2 einhalb Stunden durch die Anlage. Von dort ist es nur es noch ein kurzer Gang zum Chang Pier, wo man einen wunderbaren Salat essen kann. 
Nachdem ich durch die Wasser geflutete Straße gelaufen bin, muß ich leider feststellen, daß das ganze Areal unter Wasser steht. Fast bis an die Knie. 
Eingang zum Chang Pier Markt
Laufe wieder zurück bis in die Nähe des Königspalastes und gehe dort etwas essen. Auch sehr lecker, Fisch mit Pilzen und frischem Ingwer, dazu Wasserspinat mit Knofi und natürlich Reis. 
Da ich heute leider meinen zweiten Akku für den Fotoapparat im Hotel habe liegen lassen und der erste Akku mittlerweile leer ist, entscheide ich mich zurück zum Hotel zu fahren. Was in der rushhour etwa 50 Minuten dauert. 
Zumal wir ein paar Wasser geflutete Strassen umfahren müssen. 
Am Hotelpool relaxe ich etwas und mache noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang. 
voll schön
Mein Abendessen nehme ich etwa 1,5 km vom Hotel entfernt zu mir. 
Eine Art thailändisches Fondue. Eine Kombi aus heißer Nudelsuppe und gegrilltem Fisch und Fleisch. Mit Gemüse und Glasnudeln. Was man selber am Tisch zubereitet. Nachteil, es wird einem durch die Kohle und die heiße Brühe sehr warm. Was hilft? Ein großes Bier mit Eiswürfeln.
Sehr lecker, bis auf die extrem scharfe Sauce, aber das Thema hatte ich schon. 
So morgen wird gepackt......................

Mittwoch, 2. November 2011

Sonderstatus

Für mich ist dieser Urlaub in gewisserweise Neuland. Denn ich war noch nie so lange an einem gleichen Ort. Normalerweise wechsle ich nach 2 bis 3 Tagen den Aufenthaltsort.
Hier in Bangkok war ich auch schon für etwas länger, aber noch nie so lange wie jetzt.

Daher bekommt man dann im Hotel so langsam einen kleinen Sonderstatus. Bilde ich mir ein. Im Restaurant kennt man meinen Lieblingsplatz zum Frühstücken und welchen Tee ich bevorzuge, am Pool bekommt man das Handtuch auf die Lieblingsliege gelegt, der Kellner weis welches Getränk ich bevorzuge und am Restauranteingang weis man meine Zimmernummer, ehe ich einen Ton gesagt habe.
Sehr nett. Da fühlt man sich gleich wie zu Hause.

Heute wollte ich einen Ausflug zum Wat Phra Kheo unternehmen. Dem schönsten Tempel von Thailand und dem Königspalast.
Gesagt getan. Ab in den nächsten Bus und hin gefahren.
Da ich ein paar Sachen weis die man in Thailand besser nicht tun sollte, bin ich vorbereitet dort hin gefahren. Tempel sollte man immer mit bedeckten Schultern betreten und die Hose oder Rock höchstens Knie-um-spielend. (was aber meistens in den Tempelanlagen nicht kontrolliert wird) Im Königspalast ist das anders. Da wird auch Wert auf ein gepflegtes Äußeres, am liebsten lange Hosen und Wert auf ein ordentliches Schuhwerk gelegt.
Bin also mit einer langen Hose, einem normalen Oberteil und ordentlichen Schuhen losgefahren. Sicherheitshalber noch ein großes Tuch dabei, falls Ausschnitt und Arme doch zu freizügig sein sollten.
Und was soll ich sagen? Ich kam nicht rein. Die Ärmel zu kurz und Tücher um den Schultern nicht mehr erlaubt! Tja da haben wir den Salat. Erste Wahl, auf die man am Eingang auch gerüstet ist: ein für Höchstpreise zu erwerbendes passendes Kleidungsstück kaufen. Dann wird man rein gelassen oder die 2. Wahl mit den passenden Klamotten wieder kommen. Dafür habe ich mich entschieden. Starte morgen erneut einen Versuch. Hoffentlich kommt dann kein Hochwasser, wie letzte Woche.........

Bin unverrichteter Dinge abgezogen. Vorbei am Verteidigungsministerium im europäischen Stil.
Verteidigungsministerium
 Falls es einen wundert: die Kanonen stehen nicht geradeaus gerichtet (was ja normal wäre zum Verteidigen) sondern zur Seite gedreht. In den Neunzigern ist irgendeinem schlauem Kopf aufgefallen, daß die bis dahin gerade ausgerichteten Kanonen, genau auf den Königspalast zeigen und daß das dem Land Unglück bringt. In den 90er herrschte zudem eine schlechte wirtschaftliche Lage, was zum Teil den Kanonen und ihrem Unglück zugeschrieben wurde. Die Kanonen wurden postwendend zur Seite gedreht, leider ohne Erfolg bisher.

Vom Ministerium aus kann man in der Nähe der Ratchabophit Road, über einen kleinen Markt schlendern ehe man den Wat Suthat besucht. Ein sehr schöner Tempel und fast ganz ohne Touristen.
der offizielle Name ist bedeutend länger
im Wat Suthat, menschenleer

Wat Suthat, mit der großen Schaukel im Hintergrund
Vom Tempel aus gings schnell etwas zu Mittagessen. Gegrilltes Hähnchen und breite Reisnudeln mit Seafood. Zwischen dem Wat und dem Verteidigungsministerium steht noch ein wunderschöner Tempel: Wat Ratchabophit. Dieser sticht besonders ins Auge, weil einen relativ großen Chedi in Mitte stehen hat und besonders schön gestaltet wurde. Mit abertausenden kleinen bunten Glasspiegel-Ornamenten und jedermenge Gold.
Wat Ratchabophit
 Auch hier verirrt sich kein Tourist hin. Eigentlich schade. Am Tempel wurde für die Flood Opfer gekocht und Essenspaket gepackt.
Packstation für Flood Opfer

Ananas für Flood Opfer
Die Ananas warte noch darauf verarbeitet zu werden.

Am späten Nachmittag gings mit dem Bus zurück. Hat man mal das Bussystem kapiert, ist es recht komfortabel und preiswert.
Wobei manche Busfahrer, besonders die in den beige-roten Bussen, glauben sie wären mit Schumi oder Vettel verwandt. Da kommen selbst die Fahrkartenverkäufer ins wanken.
JA Fahrkartenverkäufer. In jedem Bus gibt es einen oder eine, wirklich in jedem Bus. Man kann es gar nicht richtig glauben, aber es ist so. Es gibt keine Schwarzfahrer im Bus, steigt man ein kommt der Fahrkartenverkäufer zu einem hin und verkauft einem für 16 Cent das Busticket und entwertet es auch direkt. Ganz einfach. Der Busfahrer hat mit alledem nichts zu tun, der muß nur fahren. Was er auch tut...... fragt sich nur manchmal wie.

Dienstag, 1. November 2011

Der Gang zum Friseur......

Nachdem der Tag recht ruhig angefangen hatte, dachte ich mir mach mal was Neues.

Da ich es vor meinem Urlaub nicht mehr zum Friseur geschafft hatte, dachte ich mir: nutze die freie Zeit und erledige es hier. Gesagt getan.

Mit dem frommen Wunsch vorne etwas kürzer, den Nacken sauber und die Ohren frei, bin ich zum nächst besten Friseur, der mir zusagte.
Vor mir war ein Herr dran. Und alles wirkte auch recht Profi mäßig.
Aber was macht man wenn man die Sprache weder versteht noch spricht? Die nette junge Dame konnte genau 5 englische Wörter: Madam, beautiful, washing, cut und hair. Es reichte. Den Rest habe ich mit Zeigen und machen lassen erledigt.

Als erstes wurde mir 3 mal der Kopf gewaschen. Jeweils mit einer typischen Thai Kopfmassage. Danach war man definitv wach. Kaltes Wasser...... zum waschen.
Warum die ganze Prozedur 3 mal gemacht wurde ist mir schleierhaft. Dabei liegt man mit dem Rücken auf einer Art Bahre, wobei bei mir die Füsse hinten runter hingen. Das ganze dauerte etwa 20 Minuten. Danach durfte ich mich auf einen Stuhl setzen und das Haare schnippeln ging los.
Ganz vorsichtig, als ob mein Kopf aus Glas wäre.
Beim Schneiden habe ich mich im Stuhl ganz klein gemacht, da die Friseurin nur um die 1,55 m groß war. Bei aufrechter Haltung ging mein Kopf bis zu ihren Augen und sie konnte nicht mehr drüber gucken. Weiter 20 Minuten später war das mit dem Schneiden auch erledigt. Prima noch fönen und fertig, dachte ich.
Falsch!
Was kam? Haare waschen. Wurde bisher ja auch nur 3 mal gemacht. Bin also wieder auf die Liege geklettert, mit kaltem Wasser wach gemacht worden und bekam die vierte Kopfmassage verpasst. Inklusive Ohren, Nacken und Stirn.
Nachdem waschen wurde gefönt. Jedes Haar an seine Stelle. Irgendwann waren meine Haare endlich trocken. Dann wurde meinem Haarschnitt der letzte Schliff verpasst. Ein Häarchen da und Häarchen dort. Ganz zum Schluß mein Pony. Fertig! Dachte ich. Fast.........
Dann bekam ich noch eine kurze Kopfmassage incl. der Schläfen,die fünfte an diesem Tag, ein wenig Stylinggel und jetzt war ich endgültig fertig. Prima.

Auftrag erfüllt, vorne etwas kürzer, den Nacken sauber und die Ohren frei. Ganz ordentlich mein Haarschnitt, wie ich finde. Jetzt nur noch bezahlen.
Bezahle 160 Baht. Das sind genau 4 Euro. Für etwa 1 Stunde rum wirken.

Vom Friseur aus gings mit dem Bus nach Chiantown, Tee und Gewürze kaufen. Wo macht man das am Besten? In der Soi 6 zwischen Yaowarat Road und Charoen Krung Road.

Gewürzstand in der Soi Nr. 6

hier bekommt alles was man so braucht

Fischverkäuferin auf der Yaowarat Road
Mache einen kurzen Mittagsessensstop, in meinem Lieblingsrestaurant von Chinatown. Esse mich durch einige Dim Sums und dazu Ente mit Nudelsuppe mit Wontons. Einfach die Besten.

Bummle noch durch Chinatown. Allerdings steht hier zum Teil noch viel Wasser in den Straßen, was dann nicht mehr so schön ist. Ausserdem habe ich einen ganzen Gewürzeladen leer gekauft. Ganz schön schwer.
Warte auf den nächsten Bus und fahre wieder
Richtung Hotel.
Da kommt mein Bus angeschwommen..
Nach weiteren 35 Minuten mit dem Bus bin ich wieder im Hotel. Ab an den Pool. Heute ist das Hochwasser ungefair 10 cm unter dem Level von Sonntag geblieben und es stand nicht mehr ganz soviel unter Wasser.

Den Sonnenuntergang um 17.35 Uhr verbringe ich auf der Sonnenterrasse, ehe ich zum Sathorn Taksin aufbreche und dort über den recht vollen Abendmarkt schlendere. Es gibt so Situationen das sind meine 1,80 m sehr praktisch, weil man nicht den Überblick verliert. Besonders hier im Gewusel.

Mit dem Bus fahre ich anschließend zurück und esse in einer kleinen Garküche zu Abend.
Zum Nachtisch gibt es frittierte Banane im Sesammantel............