Donnerstag, 3. November 2011

Endlich im Königspalast

Heute ist es mir doch tatsächlich gelungen in den Königspalast zu kommen. :-)
Kleidervorschriften
Nachdem ich alles richtig gemacht habe mit meiner Kleidung, durfte ich hinein. Kein Wasser war Weg oder sonst irgendwas. Dafür erkenne ich die Busstrecke jetzt im Schlaf. 
Zahle meine 400 Baht (10€) Eintritt und zum ersten Mal sehr froh, daß aufgrund des Hochwassers die Touristenzahlen deutlich zurück gegangen sind und man sich dadurch im Tempel (Wat Phra Kheo) frei bewegegen kann. 
War schon 2 Mal dort und jedesmal war es brechend voll. 
der goldene Chedi Thailands, schlechthin
Tempelwächter
Phra Mondop
Heute ist es ganz ruhig. Zum Glück. Schlendere 2 einhalb Stunden durch die Anlage. Von dort ist es nur es noch ein kurzer Gang zum Chang Pier, wo man einen wunderbaren Salat essen kann. 
Nachdem ich durch die Wasser geflutete Straße gelaufen bin, muß ich leider feststellen, daß das ganze Areal unter Wasser steht. Fast bis an die Knie. 
Eingang zum Chang Pier Markt
Laufe wieder zurück bis in die Nähe des Königspalastes und gehe dort etwas essen. Auch sehr lecker, Fisch mit Pilzen und frischem Ingwer, dazu Wasserspinat mit Knofi und natürlich Reis. 
Da ich heute leider meinen zweiten Akku für den Fotoapparat im Hotel habe liegen lassen und der erste Akku mittlerweile leer ist, entscheide ich mich zurück zum Hotel zu fahren. Was in der rushhour etwa 50 Minuten dauert. 
Zumal wir ein paar Wasser geflutete Strassen umfahren müssen. 
Am Hotelpool relaxe ich etwas und mache noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang. 
voll schön
Mein Abendessen nehme ich etwa 1,5 km vom Hotel entfernt zu mir. 
Eine Art thailändisches Fondue. Eine Kombi aus heißer Nudelsuppe und gegrilltem Fisch und Fleisch. Mit Gemüse und Glasnudeln. Was man selber am Tisch zubereitet. Nachteil, es wird einem durch die Kohle und die heiße Brühe sehr warm. Was hilft? Ein großes Bier mit Eiswürfeln.
Sehr lecker, bis auf die extrem scharfe Sauce, aber das Thema hatte ich schon. 
So morgen wird gepackt......................

Mittwoch, 2. November 2011

Sonderstatus

Für mich ist dieser Urlaub in gewisserweise Neuland. Denn ich war noch nie so lange an einem gleichen Ort. Normalerweise wechsle ich nach 2 bis 3 Tagen den Aufenthaltsort.
Hier in Bangkok war ich auch schon für etwas länger, aber noch nie so lange wie jetzt.

Daher bekommt man dann im Hotel so langsam einen kleinen Sonderstatus. Bilde ich mir ein. Im Restaurant kennt man meinen Lieblingsplatz zum Frühstücken und welchen Tee ich bevorzuge, am Pool bekommt man das Handtuch auf die Lieblingsliege gelegt, der Kellner weis welches Getränk ich bevorzuge und am Restauranteingang weis man meine Zimmernummer, ehe ich einen Ton gesagt habe.
Sehr nett. Da fühlt man sich gleich wie zu Hause.

Heute wollte ich einen Ausflug zum Wat Phra Kheo unternehmen. Dem schönsten Tempel von Thailand und dem Königspalast.
Gesagt getan. Ab in den nächsten Bus und hin gefahren.
Da ich ein paar Sachen weis die man in Thailand besser nicht tun sollte, bin ich vorbereitet dort hin gefahren. Tempel sollte man immer mit bedeckten Schultern betreten und die Hose oder Rock höchstens Knie-um-spielend. (was aber meistens in den Tempelanlagen nicht kontrolliert wird) Im Königspalast ist das anders. Da wird auch Wert auf ein gepflegtes Äußeres, am liebsten lange Hosen und Wert auf ein ordentliches Schuhwerk gelegt.
Bin also mit einer langen Hose, einem normalen Oberteil und ordentlichen Schuhen losgefahren. Sicherheitshalber noch ein großes Tuch dabei, falls Ausschnitt und Arme doch zu freizügig sein sollten.
Und was soll ich sagen? Ich kam nicht rein. Die Ärmel zu kurz und Tücher um den Schultern nicht mehr erlaubt! Tja da haben wir den Salat. Erste Wahl, auf die man am Eingang auch gerüstet ist: ein für Höchstpreise zu erwerbendes passendes Kleidungsstück kaufen. Dann wird man rein gelassen oder die 2. Wahl mit den passenden Klamotten wieder kommen. Dafür habe ich mich entschieden. Starte morgen erneut einen Versuch. Hoffentlich kommt dann kein Hochwasser, wie letzte Woche.........

Bin unverrichteter Dinge abgezogen. Vorbei am Verteidigungsministerium im europäischen Stil.
Verteidigungsministerium
 Falls es einen wundert: die Kanonen stehen nicht geradeaus gerichtet (was ja normal wäre zum Verteidigen) sondern zur Seite gedreht. In den Neunzigern ist irgendeinem schlauem Kopf aufgefallen, daß die bis dahin gerade ausgerichteten Kanonen, genau auf den Königspalast zeigen und daß das dem Land Unglück bringt. In den 90er herrschte zudem eine schlechte wirtschaftliche Lage, was zum Teil den Kanonen und ihrem Unglück zugeschrieben wurde. Die Kanonen wurden postwendend zur Seite gedreht, leider ohne Erfolg bisher.

Vom Ministerium aus kann man in der Nähe der Ratchabophit Road, über einen kleinen Markt schlendern ehe man den Wat Suthat besucht. Ein sehr schöner Tempel und fast ganz ohne Touristen.
der offizielle Name ist bedeutend länger
im Wat Suthat, menschenleer

Wat Suthat, mit der großen Schaukel im Hintergrund
Vom Tempel aus gings schnell etwas zu Mittagessen. Gegrilltes Hähnchen und breite Reisnudeln mit Seafood. Zwischen dem Wat und dem Verteidigungsministerium steht noch ein wunderschöner Tempel: Wat Ratchabophit. Dieser sticht besonders ins Auge, weil einen relativ großen Chedi in Mitte stehen hat und besonders schön gestaltet wurde. Mit abertausenden kleinen bunten Glasspiegel-Ornamenten und jedermenge Gold.
Wat Ratchabophit
 Auch hier verirrt sich kein Tourist hin. Eigentlich schade. Am Tempel wurde für die Flood Opfer gekocht und Essenspaket gepackt.
Packstation für Flood Opfer

Ananas für Flood Opfer
Die Ananas warte noch darauf verarbeitet zu werden.

Am späten Nachmittag gings mit dem Bus zurück. Hat man mal das Bussystem kapiert, ist es recht komfortabel und preiswert.
Wobei manche Busfahrer, besonders die in den beige-roten Bussen, glauben sie wären mit Schumi oder Vettel verwandt. Da kommen selbst die Fahrkartenverkäufer ins wanken.
JA Fahrkartenverkäufer. In jedem Bus gibt es einen oder eine, wirklich in jedem Bus. Man kann es gar nicht richtig glauben, aber es ist so. Es gibt keine Schwarzfahrer im Bus, steigt man ein kommt der Fahrkartenverkäufer zu einem hin und verkauft einem für 16 Cent das Busticket und entwertet es auch direkt. Ganz einfach. Der Busfahrer hat mit alledem nichts zu tun, der muß nur fahren. Was er auch tut...... fragt sich nur manchmal wie.

Dienstag, 1. November 2011

Der Gang zum Friseur......

Nachdem der Tag recht ruhig angefangen hatte, dachte ich mir mach mal was Neues.

Da ich es vor meinem Urlaub nicht mehr zum Friseur geschafft hatte, dachte ich mir: nutze die freie Zeit und erledige es hier. Gesagt getan.

Mit dem frommen Wunsch vorne etwas kürzer, den Nacken sauber und die Ohren frei, bin ich zum nächst besten Friseur, der mir zusagte.
Vor mir war ein Herr dran. Und alles wirkte auch recht Profi mäßig.
Aber was macht man wenn man die Sprache weder versteht noch spricht? Die nette junge Dame konnte genau 5 englische Wörter: Madam, beautiful, washing, cut und hair. Es reichte. Den Rest habe ich mit Zeigen und machen lassen erledigt.

Als erstes wurde mir 3 mal der Kopf gewaschen. Jeweils mit einer typischen Thai Kopfmassage. Danach war man definitv wach. Kaltes Wasser...... zum waschen.
Warum die ganze Prozedur 3 mal gemacht wurde ist mir schleierhaft. Dabei liegt man mit dem Rücken auf einer Art Bahre, wobei bei mir die Füsse hinten runter hingen. Das ganze dauerte etwa 20 Minuten. Danach durfte ich mich auf einen Stuhl setzen und das Haare schnippeln ging los.
Ganz vorsichtig, als ob mein Kopf aus Glas wäre.
Beim Schneiden habe ich mich im Stuhl ganz klein gemacht, da die Friseurin nur um die 1,55 m groß war. Bei aufrechter Haltung ging mein Kopf bis zu ihren Augen und sie konnte nicht mehr drüber gucken. Weiter 20 Minuten später war das mit dem Schneiden auch erledigt. Prima noch fönen und fertig, dachte ich.
Falsch!
Was kam? Haare waschen. Wurde bisher ja auch nur 3 mal gemacht. Bin also wieder auf die Liege geklettert, mit kaltem Wasser wach gemacht worden und bekam die vierte Kopfmassage verpasst. Inklusive Ohren, Nacken und Stirn.
Nachdem waschen wurde gefönt. Jedes Haar an seine Stelle. Irgendwann waren meine Haare endlich trocken. Dann wurde meinem Haarschnitt der letzte Schliff verpasst. Ein Häarchen da und Häarchen dort. Ganz zum Schluß mein Pony. Fertig! Dachte ich. Fast.........
Dann bekam ich noch eine kurze Kopfmassage incl. der Schläfen,die fünfte an diesem Tag, ein wenig Stylinggel und jetzt war ich endgültig fertig. Prima.

Auftrag erfüllt, vorne etwas kürzer, den Nacken sauber und die Ohren frei. Ganz ordentlich mein Haarschnitt, wie ich finde. Jetzt nur noch bezahlen.
Bezahle 160 Baht. Das sind genau 4 Euro. Für etwa 1 Stunde rum wirken.

Vom Friseur aus gings mit dem Bus nach Chiantown, Tee und Gewürze kaufen. Wo macht man das am Besten? In der Soi 6 zwischen Yaowarat Road und Charoen Krung Road.

Gewürzstand in der Soi Nr. 6

hier bekommt alles was man so braucht

Fischverkäuferin auf der Yaowarat Road
Mache einen kurzen Mittagsessensstop, in meinem Lieblingsrestaurant von Chinatown. Esse mich durch einige Dim Sums und dazu Ente mit Nudelsuppe mit Wontons. Einfach die Besten.

Bummle noch durch Chinatown. Allerdings steht hier zum Teil noch viel Wasser in den Straßen, was dann nicht mehr so schön ist. Ausserdem habe ich einen ganzen Gewürzeladen leer gekauft. Ganz schön schwer.
Warte auf den nächsten Bus und fahre wieder
Richtung Hotel.
Da kommt mein Bus angeschwommen..
Nach weiteren 35 Minuten mit dem Bus bin ich wieder im Hotel. Ab an den Pool. Heute ist das Hochwasser ungefair 10 cm unter dem Level von Sonntag geblieben und es stand nicht mehr ganz soviel unter Wasser.

Den Sonnenuntergang um 17.35 Uhr verbringe ich auf der Sonnenterrasse, ehe ich zum Sathorn Taksin aufbreche und dort über den recht vollen Abendmarkt schlendere. Es gibt so Situationen das sind meine 1,80 m sehr praktisch, weil man nicht den Überblick verliert. Besonders hier im Gewusel.

Mit dem Bus fahre ich anschließend zurück und esse in einer kleinen Garküche zu Abend.
Zum Nachtisch gibt es frittierte Banane im Sesammantel............

Montag, 31. Oktober 2011

Wasserfeste Schuhe sollte man haben

Gestern ist der höchste Wasserstand bisher gemessen worden. 2,57 m. Dadurch standen natürlich erneut viele Strassen unter Wasser. Die wirklich schlimmen Szenarien bekommt man hier im Zentrum von Bangkok nicht wirklich mit. Zur Zeit sind etwa 10.000 Menschen in den Notunterkünften untergekommen. Hier am Chao Phraya steht und fällt alles mit der Tide. Dadurch steigt das Wasser bis um 30 Zentimeter. Ab morgen soll es angeblich besser werden. Wir werden sehen.

Dennoch braucht man je nachdem wo man ist, wasserfestes Schuhwerk und keine allzu lange Hose. Sonst wird alles nass.
Parallelstraße zum Chao Phraya, bei Niedrigwasser

Der Than Thien Pier steht komplett unter Wasser
Zum Glück sind es mehr als 30°C, dann trocknet alles schnell. Auch in den Strassen und Gassen wo morgens und Abends das Wasser über die Dämme läuft, auch da trocknet es schnell wieder ab.
Die Strasse vor Könogspalast, zur Zeit trocken
Vor dem Königspalast war die Straße zum Glück auch wieder trocken. Und man kann ihn wieder besuchen. Es ist total erstaunlich wie schnell hier wieder die Normalität eintritt.
Am River City Shopping Center, eine kleine noble Shoppingmall, direkt am Sheraton Hotel gelegen, ist das beste Seafood-Strassenlokal in ganz Bangkok. Leider liegt es an einem Kanal der in den Chao Phraya mündet. Wer wie ich einen Platz auf dem 30 Zentimeter hohen Bürgersteig ergattert hat, bekam beim Essen keine nassen Füsse. Die anderen schon. So zusagen ein Sitzplatz mit Fusskühlung. Dennoch war die kleine Strassenküche gerammelt voll. Trotz Wasser.
Mein Abendessen
Es schmeckt aber auch absolut lecker. Es gab drei gegrillte extra große Gambas, gebratenen Reis mit Huhn und Muscheln in einer sehr pikanten Sauce. Dazu ein großes Bier mit Eiswürfeln. Mmmh!
Von dort gings mit dem Bus wieder Richtung Hotel. Trockenen Weges. Gestern morgen war ein Teil der Strasse voll Wasser und der Bus mußte einen Umweg fahren.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Wasser, Wasser und nochmals Wasser

Zur Zeit dreht sich alles ums Wasser. Was meinte ein Angestellter heute morgen beim Frühstück; man könnte ja mit den Vereinigten Emiraten Wasser gegen Öl tauschen. 
Hier gibts reichlich Wasser zur Zeit. Und wenn die Flut vom Meer aus nach Bangkok reindruckt, dann steigt der Wasserspiegel gewaltig an. Heute morgen waren es fast 20 Zentimeter. Und dann laufen die Dämme über. Das Hotel ist bis zu einem Wasserstand von 3,20 absolut trocken und soweit wird es wohl nicht kommen. Laut der Zeitung fällt der Wasserspiegel nächste Woche wieder. Zumindestens im Hauptkanal. Man hat wohl irgendwelches Wasser in einem Kanal umgeleitet. 
Mal gucken. Ich bin hier also sicher. 

Bin heute zum Wat Pho gefahren. Mit dem Bus. War schon sehr früh unterwegs. Chinatown war heute überflutet. Da muß man durch um zum Wat Pho zu gelangen. Im Schneckentempo gings mit dem Bus durchs Wasser. 

Erstaunlicherweise ging das Leben in Chinatown weiter. Die Geschäfte waren zum Teil offen trotz des Wassers. 
Am Than Thien Pier war auch viel Wasser zu sehen und es schwappte über den natürlichen Damm. 
vor dem Than Thien Pier


Blick auf den Chao Phraya, der hier über die Ufer gegangen ist

Der Tempel Wat Pho, mit dem größten goldenen liegenden Buddha, etwa 150 Meter vom Than Thien Pier entfernt, war ganz trocken und voll mit Touristen. 
Der etwa 500 Meter weiter im Norden liegende Wat Phra Kheo, Königspalast, ist immer noch geschlossen. 

liegender Buddha im Wat Pho
Vertreibe mir die Zeit im Wat Pho und esse am Than Thien, auf dem Bürgersteig, im Trockenen zu Mittag. 

Von dort geht´s mit dem Bus wieder zurück zum Hotel. Durch Chinatown durch. Hier steht zum Teil immer noch das Wasser. Chinatown liegt in einer kleinen Senke und von dort kann das Wasser nur schlecht ablaufen. 
Nebenstrasse in Chinatown, heute am frühen Nachmittag

Die Kinder nutzen das Hochwasser einfach aus. 

Man kann im Hochwasser prima planschen


Den Nachmittag verbringe ich bei geeistem Kaffee am Pool. Lieber nur jeden Tag ein bisschen Sightseeing. Vieles kann man auf Grund der Hochwasser Situation natürlich nicht machen. Ausser ein bißchen faulenzen. 
Ich kann mich übrigens glücklich schätzen, weil ich ein Flugticket aus Bangkok raus habe. 
Zur Zeit geht gar nichts mehr am Flughafen. Die Menschen die Weg müssen, weil ihr Stadtteil von Bangkok definitiv unter Wasser steht, kommen nur schwer weg. 

Zu Abend habe ich hier in der Gegend gegessen. Sehr lecker. Nudeln mit Scampi, Jakobsmuschel, Miesmuschel und Tintenfisch. Mit einer Sauce aus frischem grünen Pfeffer, frischem Chilli und getrocknetem Chilli. Sehr lecker. Dazu hatte ich gratinierte Miesmuscheln mit Knoblauch. Mmmh. Alles für sage und schreibe 3,75 € incl. Wasser. 

Den Sonnenuntergang habe ich auf der Sonnenterrasse genossen. 
 Mehr braucht man nicht dazu zu sagen.....
Sonnenuntergang

Samstag, 29. Oktober 2011

Nach dem Shoppen ist vor dem Shoppen.

Nachdem ich das MBK Center unsicher gemacht habe, war ich japanisch Essen. Sushi. War ganz lecker. Passend zum aktuellen Hochwasser fuhr das Sushi nicht auf einem normalen Band an einem vorbei, sondern auf kleinen Booten die im Wasser schwimmen.
Nach dieser Stärkung gings weiter durchs Center.
Man kann hier ziemlich viel entdecken. Auf der 7. Etage findet sich ein mega großes Kino und viele Fastfoodketten. Allerdings sieht es ganz stylisch aus.
7. Etage im MBK Center
Vom MBK Center gings zurück zum Hotel. Mit dem Skytrain. Dieses steht auf hohen Betonsäulen und wird wohl nicht absaufen. Also ein recht sicheres Verkehrsmittel.
Vor dem MBK Center war auf jedenfalls noch alles trocken.

vom Eingang via Skytrain, alles trocken
Auf dem Weg zur Skytrain heute morgen, war eine Straße voll Wasser gelaufen. Sie liegt in einer Senke und läuft natürlich zuerst voll. Bei der Rückfahrt war das Wasser bereits wieder abglaufen und die Hauptstraße Charoen Krung wieder komplett frei.

Nur das Wasser direkt am Saphan Taksin, dem Hauptanleger der Chao Phraya Boote stand noch unter Wasser und war auch noch im Kanal unter der Skytrain vorhanden.
Kanal am Saphan Taksin
Am Hotel ist nach wie vor alles trocken. Die Menschen im Norden und Westen von Bangkok leiden da schon deutlich mehr und wurden in manchen Bezirken komplett evakuiert. Besonders am alten Flughafen (domestic) im Stadtteil Don Mueang steht das Wasser ziemlich hoch. Der Suvarnabhumi Flughafen (international) fängt die domestic Flüge zur Zeit mit ab. Dort ist nach wie vor alles trocken.

Zum Abendessen gabs Som Tam, scharfer Papayasalat. Ein muß hier. Hatte der Dame gesagt "nicht scharf", mai phet, aber anscheinend hat sie das nicht verstanden. Meine Lippe brennt immer noch. Allerdings waren bei mir nur 2 Chillischoten drin. Bei denen die Sie nach meinem gemacht hat, waren immer 5 Chillischoten drin. Puuh.... Zumal man davon immer zweimal was hat.....
Dazu gab es gegrilltes Schweinefleisch, voll lecker. Klebreis und eine süßscharfe Sauce zum Fleisch. Sehr sparsam das Essen, mit einer Flasche Wasser und Eiswürfeln etwa 2,30 €.

Mal gucken was die Flut morgen so sagt..............

Die kritische Zeit ist um 9 Uhr

Schreibe gearde auf einer thailaendischen Tastatur mit amerikanischer Hinterlegung. Da muss man sich ganz schoen konzentrieren.

Der Morgen verhies nichts Gutes. Im Hotel waren beim Fruehstueck alle etwas nervoes. Der Hoechststand heute 2,65 m ueber normal. Der "hoechste" Hochstand wurde heute fuer 9 Uhr erwartet.
Hier in der Umgebung meines Hotels ist nichts passiert. Ausser wie in den letzten Tagen auch, etwas Wasser auf der Terrasse.

Wollte um 10 Uhr zum Chatuchak Weekendmarket fahren, der aber leider geschlossen ist. Habe umdisponiert  und bin zum MBK Center gefahren. Mit dem Hotel eigenen Van ging es zur Sathorn Taksin Bridge. Normalerweise macht man das mit dem Shuttle Boat, aber der Anleger steht definitiv unter Wasser, da er etwa 40 Zentimeter tiefer liegt als das eigentliche Hotel.
Deshalb hat das Hotel den Shuttle-Minibus Betrieb eingerichtet. Auch ok.
Hier leidet man auch noch nicht an Arbeitsbeschaffungsmassnahmen. Ich war alleine im Minibus. Dazu ein Fahrer und ein Hotelpage der mir bei Abfahrt und Ankunft die Tuer aufhaelt und mir aus dem Auto hilft.
Ja es gibt so ein paar Jobs hier. Beim Fruehstueck sind drei Damen damit beschaeftigt, einem auf den Stuhl zu helfen und die Serviette auf den Schoss zu legen.

Wie auch immer. Jetzt ist shopping angesagt. Wo macht man das in Bangkok am Besten?? Im Stadtteil Siam. Hier gibt es etwa 10 megagroesse Shoppingcenter von sehr teuer und luxurioes bis hin zum preiswerten Center. Habe mich fuer letzteres entschieden. Dem MBK Center. 7 Etagen voll Geschaefte. Auf etwa 120.000 cm2. Klimatisiert und einen Besuch wert.

So werde mal weiter shoppen.......

Freitag, 28. Oktober 2011

Wasserstand 2,60 m über normal

Der Wasserstand wird hier immer in der Bangkok Post veröffentlich.
3 von 20 Bezirken stehen unter Wasser. Leider auch der Königspalast und der Wat Phra Kheo. Der Bezirk steht Knietief unter Wasser. Dort wo noch kaum was passiert ist, geht das Leben ganz normal weiter. Schlimmer ist es im weiteren Umfeld von Bangkok und im Norden. Dort sind etwa 7 Millionen Menschen ohne ein Dach über dem Kopf.
Auch die Wasser und medizinische Versorgung ist dort noch nicht gegeben.
Hier in Bangkok bieten ziemlich viele Hotels besondere Zimmerpreise für Flood-opfer an.
Die nähere Umgebung von Bangkok wurde auch schon als Evakuierungszone genutzt. So bekommt man zur Zeit kaum ein Zimmer in Pattaya, Hua Hin, Cha Am, Petchaburi und Kanchanaburi um nur einige bekannte Städte zu nennen.

Heute Abend war die Strasse um das Hotel herum wieder ganz trocken. Gestern war die Strasse zum Fluß hin leicht feucht.

Die Menschen machen alles so langsam Wasserdicht. Besonders die Eingänge zu den Geschäften werden zu gemauert.
Dichtung des Eingangs

Besonders kreativ ist man hier vorgegangen: kein Silikon soll die Ritzen verschliessen sondern Knetgummi. Ob das im Falle des Hochwassers hält?

In Chinatown wo ich heute war, ging alles seinen gewohnten chaotischen Gang.
Zu Mittag gab es Dim Sums und Ente mit Mienudeln. Einfach himmlich.
Mittagessen in Chinatown, für 3,-€

Heute habe ich mich mit dem Bussystem in Bangkok auseinander gesetzt. Es zählt zu den kompliziertesten der Welt.
Da die Boote auf dem Menam Chao Phraya nicht fahren, muß man sich nun anders fortbewegen. Also das meist genutzte Fortbewegungsmittel nutzen, den Bus.

Hier in Bangkok fahren tausende von Bussen umher. Nur das System wie sie fahren habe ich noch nicht ganz raus. Bei den letzten Aufenthalten hier, habe ich mich davor immer gedrückt. Jetzt auf ins Getümmel....
Es gibt viele verschiedene Busfarben. In Orange, rot, grün, rot/beige, orange/weiss usw. Jede Farbe hat entweder Klimaanlage, Ventilatoren oder nur offene Fenster und ist ein Expressbus oder ein langsamerer Bus.
Es gibt leider keinen Busfahrplan wie bei uns. Sondern auf der Strasse nur Haltestellen auf denen die Nummer der Busse vermerkt sind. Auf dem Bus steht immer die Nummer und wo er hin fährt, zumindestens für Menschen die die Thai-Schrift lesen können, für die anderen erschließt sich dieses Wissen nicht.
So jetzt wird es kompliziert: Bus Nummer 1 in orange, fährt eine andere Route als Bus Nummer 1 in rot/beige. Es gibt etwa 50 Busnummern mal die verschiedenen Farben macht, möchte jemand rechnen?  Lieber nicht.
Der Vorteil: es gibt keinen festen Fahrplan. Einfach an die Strasse stellen und warten. Es dauert keine fünf Minuten bis der Bus kommt. Die Kosten sind auch erschwinglich, man zahlt einen festen Preis ob nun eine Station oder 10.
Im Standardbus mit offenem Fenster, Farbe rot zahlt man 6,50 Baht (etwa 16 Cent).
Also sehr erschwinglich.

Bin heute mehrfach gut hin und her gefahren.
im roten Bus Nummer 1

Mal gucken ob das morgen auch so gut klappt und ich das System verstanden habe.

Unterwegs habe ich heute noch eine ziemlich faule Miezekatze gesehen, die es sich auch in luftigen und trockenen Höhen bequem gemacht hat.
faule Miezekatze
Hier im Hotel ging heute das Oktoberfest los. Mit einer Bavarian Band, Erdinger, Brezeln, Weisswurst usw.  Ob man sowas im fernen Asien braucht??? Ich weis es nicht...

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Einfach nichts......

Tja, es so eine Sache mit dem nichts tun. Die Zeit vergeht trotzdem. Leider.

Der Morgen begann wunderbar. Mit knackblauem Himmel, ein paar kleinen Dunstwolken und 31°C. Was will man mehr.

Nachdem ich fast zwei Stunden mit frühstücken verbracht habe, was man hier im Hotel durchaus schaffen kann, habe ich einen kleinen Rundgang gemacht rund ums Hotel und mir den Wasserpegel von Menam Chao Phraya angeschaut. Es schwappt etwas über.
Da das Hotel direkt am Fluss liegt, war an ein Frühstück auf der Sonnenterrasse nicht möglich. Da würde man leicht im Wasser stehen.

Wasser ist ein spannendes Element. Es kann wunderbar erfrischend sein, als Getränk oder im Swimmingpool, oder reinigend unter der Dusche. Jede Blume,jeder Baum und jedes Lebewesen freut sich über das Wasser, denn es spendet das Leben. Ohne Wasser würde nichts passieren auf der Welt.
Genauso zerstörend kann Wasser aber auch sein. Es findet jede noch so kleine Ritze und sickert hindurch. Wird der Druck zu groß, den das Wasser aufbaut, geben Dämme und Deiche nach.
So wie hier in Bangkok, gestern. Der Königspalast mit dem Wat Phra Kheo steht seid gestern unter Wasser. Leider Thailands schönster Tempel.

Aber hier halten alle zusammen. Hier im Hotel sind viele damit beschäftigt das Wasser weg zu wischen. Drinnen wie draußen. Das Restaurant hat gestern etwas Wasser von der Terrasse abbekommen, zum Glück nicht weiter schlimm. Alles geht seinen gewohnten Gang.

Auch die Mitarbeiter hier, oder wie die Mitarbeiter am Flughafen gestern, jeder geht seiner Arbeit nach, auch wenn das Wasser zum Teil, bis zur Brusthöhe in den eigenen Häusern steht.
Entweder ist das die thailändische Mentalität oder man hat schon resigniert, aber keiner macht hier einen besonders panischen oder kümmerlichen Eindruck.

In den Supermärkten fehlt es zur Zeit an Wasser und Fertignudelsuppen. Dafür bekommt in den Strassenküchen alles was das Herz begehrt.
Hatte heute knuspriges Hühnchen, gebratenen Reis und Tintenfisch in scharfer Sauce.
Zum Nachtisch gab es den besten Nachtisch überhaupt: Klebreis mit Kokosnussmilch, frischer Mango und geröstete Sojabohnen. Megalecker. Das süße Nationalgericht.

Der Tag ging ziemlich flugs vorbei.
Jetzt ist es gleich schon wieder Zeit ins Bett zu krabbeln.

Gruss vom Hotel, lag heute auf meinem Kopfkissen...
Heute Abend hatte ich den Eindruck als wäre das Wasser einwenig zurückgegangen. Mal gucken wie es morgen aussieht........

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Erstmal gut da.

Wer hätte es gedacht, dass ich doch noch in Bangkok lande.
Nachdem die letzten 3 Monate mehr als chaotisch waren.
Erst einmal ein Danke an alle, die jetzt für mich die Stange halten und es mir ermöglichen hier zu sein.

Jetzt habe ich es geschafft und bin in Bangkok. Nachher geht dann
immer alles ganz schnell. Habe von Tür zu Tür 22 Stunden gebraucht.
Dabei habe ich zweimal den Zug gewechselt und zweimal das Flugzeug.
In Bangkok ging es per Limousine zum Hotel.
Sehr nett. (war im Hotelpreis inklusive, würde sonst keine 38 Euro für den
Service bezahlen, da es im Taxi  fast genauso komfortabel und schnell geht, dafür aber auch nur knapp die Hälfte kostet).

Das was ich bisher von Bangkok gesehen habe, sieht aus wie immer. Hier im Hotel
direkt am Menam Chao Phraya ist die Terrasse gesperrt, mehr nicht. Das Wasser scheint auch noch nicht übergetreten zu sein. Auch wenn hier vor den ein oder anderen
Geschäften bereits Sangsäcke aufgetürmt sind. Unter Wasser steht hier noch nichts.

Ich hatte heute fast das Gefühl als wäre ich nach Hause gekommen. Hier im Hotel war man wieder sehr hilfsbereit, nett und zuvorkommend. Auf der Strasse ist es gewohnt chaotisch, voll und wie immer. Das Abendessen war dagegen schon ein kleines Schlemmermenü. Es gab frischen Wasserspinat mit Knoblauch und Austernsauce, einen dicken, frischen Taschenkrebs in einer atemberaubenden Sauce. Bestehend aus frischem gelben Thaicurry, viel Zwiebel, Kokosnusscreme und etwa 10 kleinen Chilischoten. Zum Brandlöschen gab es ein großes Singha Bier mit viel Eis......... und Reis.
Es waren eben noch 30°C. Bei meiner Ankunft um 19 Uhr waren es noch 33°C. Da schmeckt Bier nur mit Eiswürfeln.

So jetzt geht es ins Bett mit den Traummassen 2x2 Meter. Habe nämlich kostenlos eine Suite bekommen hier im Hotel. :-)))